Ich möchte untersuchen, wie sich Emotionen durch Licht, Projektion und VJing visuell erfahrbar machen lassen. Im Gegensatz zur klassischen Malerei wird Lichtprojektion räumlich, zeitlich und beweglich wahrgenommen – vergleichbar mit einem flüchtigen, sich ständig verändernden visuellen Raum.
Wenn die Projektion meinen Gefühlen entspricht (z. B. Mitgefühl, Fürsorge, Freude oder Geborgenheit), werden Farbe, Helligkeit, Bewegung und Rhythmus der Visuals zu einer Form der emotionalen Kommunikation. Die Spuren, die ich im Raum bzw. auf der Projektionsfläche hinterlasse, sind dabei Ausdruck dieser inneren Zustände. Emotionen werden so nicht nur dargestellt, sondern als zeitbasierte, räumliche Erfahrung sichtbar und erlebbar gemacht.
Im Kontext dieser Arbeit werden häufig gesellschaftlich mit Weiblichkeit assoziierte Emotionen untersucht, darunter Verbundenheit, Sehnsucht, Verletzlichkeit, Mitgefühl, Freude, Hoffnung, Unsicherheit, Scham, Selbstzweifel, Stolz, Stärke und Widerstandskraft, Freiheit, Selbstbestimmung, Wut über Ungerechtigkeit, Trauer und Geborgenheit.
Der Ansatz besteht darin, das Emotionen nicht als Hindernis zu begreifen, sondern als schöpferische Kraft – eine Kraft, die unerwartete Möglichkeiten eröffnen kann, ganz ähnlich wie Maltechniken, die vom Zufall und dem Unterbewusstsein geleitet werden.